Die Angst als ständiger Begleiter


Angststörungen mutig überwinden
Die Angst als ständiger Begleiter

Studien zufolge liegt das Risiko, im Laufe des Lebens an einer Angststörung zu erkranken, bei 14 bis 29 Prozent – damit sind Angststörungen vor Depressionen die häufigste psychische Erkrankung. Doch wie lässt sich die Angst überwinden?

Symptome einer Angststörung sind vielfältig

Ob beim Zahnarztbesuch, vor einer wichtigen Prüfung oder aufgrund einer möglichen Terrorgefahr – jeder von uns hat manchmal Angst. Werden die Ängste jedoch so stark, dass sie den Alltag der Betroffenen massiv beeinträchtigen, spricht man von einer Angststörung. „Krankhafte Angst liegt dann vor, wenn Menschen bei Ängsten nicht in der Lage sind, ihre Gedanken und Gefühle kontrollieren zu können“, erklärt Prof. Arno Deister von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde.Im Alltag nehmen krankhafte Ängste sehr unterschiedliche Formen an, wie der Experte weiß: „Behandlungsbedürftige Ängste können sich einerseits sehr heftig in Form einer Panikattacke zeigen, die scheinbar aus dem Nichts auftritt und mit Atemnot und Beklemmung sowie Schwindel bis hin zur Todesangst einhergeht. Andererseits können krankhafte Ängste aber auch ‚im Stillen‘ verlaufen. Sie zeigen sich dann etwa in Form von zermürbenden Grübelgedanken, die nicht kontrolliert und abgestellt werden können, sowie ausgeprägten, katastrophierenden Sorgen bei alltäglichen Situationen.“

Angststörungen sind gut behandelbar

Trotz ihrer Heftigkeit sind Angststörungen heute vergleichsweise gut behandelbar. Häufig empfiehlt sich die sogenannte kognitive Verhaltenstherapie, bei der Gedanken und Verhalten in Bezug auf die Ängste gemeinsam mit dem Therapeuten verändert werden. Bei besonders schwierigen Formen können auch angstlösende Medikamente wie Antidepressiva hilfreich sein. Wichtig für die Heilung ist es, mit der Behandlung so früh wie möglich zu beginnen.

Entspannungsübungen können Angststörung vorbeugen

„Bemerken Menschen erste Stresssymptome an sich, ist es hilfreich, ausreichend Entspannung sowie positive auch körperliche Aktivitäten in den Alltag einzubauen – das ist angstlösend. Auch die Wirkung von gezielten Entspannungsübungen sollte nicht unterschätzt werden“, rät Prof. Deister. Erfolgversprechende Verfahren sind etwa autogenes Training, progressive Muskelentspannung oder das Erlernen von Achtsamkeit.

Quelle: Neurologen und Psychiater im Netz

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