Tipps für die Tabletten-Einnahme


Kopf vor oder nach hinten?
Tipps für die Tabletten-Einnahme
fizkes/shutterstock.com

Manche Menschen haben keine Probleme damit, Tabletten zu schlucken – für andere ist es eine Qual. Ein Experte gibt Tipps, wie es bei der Einnahme von Kapseln, Tabletten & Co. besser flutscht und wodurch die Arznei schneller wirkt.

Kopf vor und schlucken

Manche Medikamente kommen als wahre Brummer daher – z.B. die dicke Metformintablette, die viele Diabetiker*innen oft sogar zweimal täglich herunterbringen müssen. Genauso unangenehm kann es sein, wenn man täglich mehrere Tabletten auf einmal schlucken muss. Der Diabetologe Prof. Stephan Martin aus Düsseldorf hat Tipps, wie die Einnahme leichter wird.

Ganz wichtig ist dabei die richtige Haltung des Kopfes. Viele Menschen legen beim Abschlucken der Tabletten den Kopf in den Nacken. Grundfalsch, sagt Prof. Martin. Heidelberger Forscher*innen haben schon 2014 herausgefunden, dass bei dieser überstreckten Haltung die Speiseröhre eingeengt wird. Besser ist es, die Tablette auf die Zunge zu legen und sie bei zur Brust geneigtem Kopf mit Flüssigkeit herunterzuschlucken.

Rechtslage statt Linkslage

Wie schnell eine Tablette wirkt, hat auch damit zu tun, wie schnell sie den Magen erreicht. Das wurde nun ebenfalls von einer Forschergruppe untersucht. Sie simulierte den Weg einer Tablette im Computer, und zwar sowohl im Stehen als auch im Liegen. Am schnellsten gelangt eine Tablette in den Magen, wenn man bei der Einnahme auf der rechten Körperseite liegt. Grund dafür ist die Position des Magens, der sich quer im Bauch befindet. Halb so schnell kommen Medikamente im Magen an, wenn sie im Stehen geschluckt werden.

Die ungünstigste Körperhaltung ist jedoch das Liegen auf der linken Seite. Weil dabei die Tablette gegen die Schwerkraft nach oben hin transportiert werden muss, kann ihre Reise in den Magen bis zu zehnmal länger dauern als in der Rechtslage. Folglich erreichen ihre Wirkstoffe auch erst bis zu einer Stunde später die Blutbahn. Vor allem bei Schmerzmitteln ist dies höchst unerwünscht.

Schmerzmittel erst schlucken, dann hinlegen

Damit ein Schmerzmittel schnell wirkt, hat Prof Martin einen Tipp: Erst schlucken und sich dann auf die rechte Seite legen. So kommt der schmerzlindernde Wirkstoff rasch in den Magen und in die Blutbahn, erklärte der Experte.

Quelle: medscape

News

Migräne erhöht Glaukomrisiko

Junge rothaarige Frau bekommt den Augeninnendruck gemessen.

Augen kontrollieren lassen!

Menschen mit Migräne sollten regelmäßig ihre Augen kontrollieren lassen. Denn die Erkrankung macht nicht nur Kopfschmerzen, sie erhöht auch das Risiko für ein Glaukom, d.h. einen grünen Star.   mehr

Kortison in der Selbstmedikation
Person gibt Kortisonsalbe aus einer Tube auf den Finger.

Keine Angst vor Nebenwirkungen

Bei der Anwendung von Kortison fürchten viele Anwender*innen Nebenwirkungen. Ob die Sorge bei der Selbstmedikation berechtigt ist, erklärt die Apothekerkammer Niedersachsen.   mehr

Adipositas: Risiko für Hautkrankheiten
Adipositas: Risiko für Hautkrankheiten

Schuppenflechte & Akne inversa

Ein Viertel aller Deutschen hat starkes Übergewicht (Adipositas). Das erhöht nicht nur das Risiko für Herzkreislauf-Erkrankungen und Diabetes, sondern belastet scheinbar auch die Haut.   mehr

Jetzt Reiseimpfung planen!
Jetzt Reiseimpfung planen!

Wenn im Sommer die Ferne lockt

Reisen steht wieder hoch im Kurs, und viele wollen in exotische Gefilde. Doch vor allem in den Tropen drohen gefährliche Infektionskrankheiten. Wer im Sommer dorthin möchte, sollte sich jetzt zu den nötigen Impfungen beraten lassen.   mehr

App hilft Frauen mit Harninkontinenz
App hilft Frauen mit Harninkontinenz

Jede Vierte wieder „trocken“

Mit einer Harninkontinenz zu leben ist alles andere als angenehm, denn die Behandlung gestaltet sich oft schwierig. Doch jetzt gibt es digitale Hilfe: Ein Therapieprogramm per App besserte die Beschwerden betroffener Frauen ganz erheblich.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Nahrungsergänzungsmittel

Bild einer Frau, die Nahrungsergänzungsmittel in der Hand hält

Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe – viele Menschen, die ihrer Gesundheit etwas Gutes tun möchten, greifen auf Nahrungsergänzungsmittel zurück. Nicht ohne Grund: Gegen zahlreiche Beschwerden ist der Nutzen von Vitamin- und Nährstoffpräparaten gut belegt. Doch woran erkennt man eigentlich einen Vitaminmangel? Und in welchen Lebensmitteln sind die einzelnen Nährstoffe enthalten? Die Antworten finden Sie hier! Anschauliche Steckbriefe informieren über die beliebtesten Nahrungsergänzungsmittel.

Mehr erfahren
Prenzlauer Apotheke
Inhaber Alexander Stetter
Telefon 030/4 42 59 24
E-Mail apoprenzlauer@gmail.com